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KleinerKlimaWald Dinslaken

Der KleineKlimaWald Dinslaken ist erwacht und lässt die Innenstadt neben den neuen Blumenampeln erblühen. Er ist noch ganz jung und wird uns in den nächsten Monaten begleiten.

Das Citymanagement wollte auch dieses Frühjahr eine kleine Freude in die Dinslakener Innenstadt zaubern. Aus der ursprünglichen Idee von Beeten in der Innenstadt ist in Zusammenarbeit mit Herrn Maurer von Gartengestaltung Maurer ein wunderbares Konzept entstanden: der „KleineKlimaWald Dinslaken“. Er verbindet Altes mit Neuem, die Innenstadt mit Nachhaltigkeit, unser zu Hause mit dem Urlaub am Strand, die Kräuter auf unseren Tellern mit bunten Blumen und den Wunsch nach Normalität mit kleinen Lichtblicken mitten in unserer Innenstadt. 

Der KleineKlimaWald Dinslaken stellt sich vor:

Er beinhaltet 12 unterschiedliche Bäume, die vor dem Hintergrund der zunehmenden Hitzesommer, als robuste und klimaresistente Stadtbäume diskutiert werden. Die Bäume, die sich in ehemaligen Industriemulden („Upcycling“) befinden, werden nach einem besonderen Konzept unterpflanzt. Verschiedene Themenbereiche, von „Strand in der Stadt“ über mediterrane Kräuter bis zur insektenfreundlichen Blumenwiese bespielen die einzelnen Mulden. Blüten und Früchte der Bepflanzungen sollen Tiere anziehen und für Möglichkeiten einer klimafreundlichen Grüngestaltung sensibilisieren. So wird ein Wissenstransfer für alle kleinen und großen Besucher*innen der Innenstadt initiiert und im Zusammenspiel mit weiteren, noch ausstehenden Maßnahmen das Thema Natur in die Innenstadt gebracht.

1: Birne Conference und Katzenminze

Hier steht die auch für städtische Lagen geeignete Birne Conference. 1865 in England vorgestellt wird sie seither weltweit als Tafelfrucht angebaut. Sie ist ein guter Pollenspender und kann sich nahezu jedem Standort anpassen. Sie ist auch als Fassadenbegrünung geeignet oder für den Balkon. Selbst kleinste Hinterhöfe lassen sich so begrünen.

Unter mir wird es in Dinslaken kräftig bunt. An meinen Honigtau angebunden wird Katzenminze. Nepeta faasenii. Die puschelige Kollegin hat eine Menge Pollennektar und das nahezu ganzjährig. Weil sich die Katzen gerne darin drehen und hineinlegen bekam sie diesen seltsamen Namen. Etwas wellig wird sie die Wände herunterhängen. Das fordert von den Wildbienen viel Talent und Geschicklichkeit. Ihr Nektar sorgt dafür, dass die Hummeln auch eine Chance haben daran zu kommen. Im Auge der Wildbiene ist sie orange und leicht zu finden. Für die Vase ist sie nicht geeignet. Also bitte stehen lassen.

2-4: Spitzahorn aus Amerika und blühende Gräser

Wir das sind wieder Ahornkollegen. Weil wir eben den Hitzestreß ganz gut vertragen und zugleich die Welt beleben. Aus Amerika fanden wir den Weg nach Europa. Anfänglich machten uns die Jahreszeiten etwas Sorge. Heiß, kalt und ungemütlich hier bei euch. Da wir aber sehr Anpassungsfähig sind , habt ihr euch in uns verliebt. Acer platanoides Cleveland und Columnare. Nennt uns einfach Spitzahorn. Denn das ist unser Markenzeichen. Die nette Spitze an jedem Blatt. Bekanntlich blühen wir goldgelb bereits im April. Das ist unsere erste Schönheit. Bekanntlich ebenfalls, wir werden schnell rot. Nicht weil wir uns schämen, nein nein nein. Das ist unser Frostschutz. Mittlerweile wandern wir bis nach Asien und in den Ural. Unsere kleinen Früchten kleben auf jeder Nase und laden zum Einhorn – Ahorn spielen ein. An den Ohren geklebt sehen wir aus wie ein Esel.

Ganz nach unserem Belieben bekommen wir blühende Gräser auf den Boden. Gleichmäßig weich und wehend. Das hält unsere Wurzeln kühl. Die weichen Blüten der Gräser locken dann wieder alle möglichen Insekten an. Und das wiederum die Stadtvögel. Vor allem im Frühling bietet so mancher Blütenstengel ideales Baumaterial der Nester. Diese Stengel dürfen gezupft werden. Aber nur wenn sie damit Kinderpost verzieren.

5-6: Felsenbirne und Thymian

Wir das sind wir Felsenbirnen. Amelanchier arborea. Eine Name wie ein Gedicht. Das verdanke ich nicht meiner wundervollen Blüte, sondern meinen Blättern. Die sehen nämlich aus wie Schafsohren. Und davon gibt es viele immer nebeneinander. Von weitem zu erkennen bin ich an meiner gracilen Form. Gleich einer Fontäne. Daher bin ich auch im Winter ein Gedicht. Meine glatte Rinde wird schon recht früh ganz tief dunkelbraun bis schwarz. Mein Holz ist knüppelhart. Wehen und wippen gibt es nicht. Schräges Gelände macht mir nichts. Ich trotze im Frühling mit Blütenstaub, im Sommer bin ich zartgrün, im Herbst überrasche ich alle Freunde. Goldgelb, dann orange und feuerrot. Über Wochen hinweg geht dieses Spiel. Die Vögel werden fast verrückt nach meinen kleinen blauen Früchten. Und das ist ja mein Trick. So werden uns die Vögel in ihrem Magen abtransportieren und woanders neu auspflanzen.

An unseren Füßen kommt Thymian. Seltsame Mischung, was haben wir damit zu tun? Vermutlich ist der Plan der Komplementärkontrast unserer Blätter und dem blau des Thymians. Durch die grauen Pflanzcontainer entsteht so ein harmonisches Bild, erinnernd an Franz Marc.

7-9: Zierapfel, Esche, Süßkirsche und der Farn

Wir haben Besuch aus Japan. Ich bin aber kein gewöhnlicher Apfel. Nein, ich bin ein Zierapfel. Malus trilobata, tri wie drei. Durch meine dreieckigen Blätter. Im Mai bin ich dran. Und blühe nach der Kollegin Felsenbirne. Rosa, weiß, rot. Alles da. Und durch ein wenig Wind mache ich daraus hundert kleine hellgrüne Äpfelchen. In meiner Heimat werde ich schon lange verehrt und dadurch rot. In Europa bleibe ich manchmal zartgrün. Pflege benötige ich nicht viel, frisches Wasser und viel Tau.

Daher wächst unter mir der Farn. Er schafft es jeden Tropfen zu mir zu leiten, damit ich viele viele Früchte machen kann. Das gleichmäßige Bild erinnert an meinen Ursprung in japanischen
Hügeln.

Einer meiner Nachbarn kommt aus Nordostamerika und ist ziemlich wild aufgewachsen. Felsen, Steine und Hitze ist ihnen egal. Fraxinus americanum , das Wort verrät die Herkunft. Den Besuchern sind die Blätter sicher bekannt. In Kreis Wesel besonders. Es ist eine Esche, die am Niederrhein ziemlich hart geschnitten werden, damit es im nächsten Jahr lange Stengel gibt. Die werden nämlich dringend benötigt. Besenstiele, Harken, Fuhrwerk und Möbelbauer benötigen das weiche biegsame Holz. Ihre Rinde ist typisch grau und silbrig, die Blüte purpurgrün. Die nußartigen Früchte Vogelfutter in Mengen. Im Winter leicht zu erkennen an den pechschwarzen Knospen.

Nebenan haben wir die modernere Süßkirsche Kordia. In Südtirol eine der wichtigsten Süßkirschen, da ihr Klimadruck nichts ausmacht. Es ist die klassische schwarze Süßkirsche. Regenfest und windfestes Holz. Auch sie ist ideal für kleinere Standorte, da sich ihre Krone frei und je nach Standort beschneiden läßt.

10: Gleditschie und Curry

Und wieder Besuch aus der Ferne. Bizarrer Wuchs, kerzengerader Stamm, daneben dornenlose verwinckelte verwirbelte Feinäste. Ein grauer Stamm mit flachen Furchen. Berühmt durch die Ursprungsart Triacanthus. Denn sie hat tausende harte gedrehte Dornen und aus ihr wurde die Dornenkrone gebaut. In ihrer Heimat wird sie als Viehzaun benutzt, denn da geht niemand zweimal durch. Ihr Name Gleditschie – Gleditsia triacanthus. Hier vertreten durch die dornenlose Inermis. Steine, Hitze, Streusalz ist alles egal. Die feinen Millionen Miniblätter bilden in Wirklichkeit eine Riesen Verdunstungsfläche und belüften die Stadt. Ihr Wasserbedarf ist etwas höher als bei anderen Arten, verträgt aber kurze Anschwemmungen mit anschließender Hitze. Ihre Blätter goldgelb weit leuchtend, im Winter knorrig verwinckelt, eben bizarr.

Und darunter wieder etwas seltsames. Duftet irgendwie bekannt. Gelbe Blüten, silbriges Laub. Immergrün, immer riechend. Es ist Currykraut. Darf mitgenommen werden und fühlt sich in einer Forelle sehr sehr wohl. Im Hähnchen, auf dem Grill und überall. Helichrysum italicum. Zu verwenden bei Stress, Unruhe und Hautbeschwerden. Mittlerweile in Südeuropa wild wachsend bis nach Algerien. Zu verwenden das ganze Jahr über.

11-12: Amberbaum, Wollapfel und unsere Wildblumenwiese der Innenstadt

Es sind der Amberbaum und der Wollapfel. Der Amberbaum ist längst vielen bekannt. Sein Name kommt natürlich durch die Herbstfarbe. Seine Bedeutung liegt aber in seinen Harz. Dem Styraxgummi. Daher auch der Name Liquidambar styraciflua. Ursprünglich aus Amerika verträgt er Hitze, Abgase, Steine und sogar Überschwemmungen. Bereits 1688 kam er nach Europa und wurde schnell ein Star unter den Parkbäumen. Die Borke ist markant adrig, seine Knospen tiefdunkelbraun. Seine Äste wie starr angeschraubt. Ziemlich kerzenförmig wachsend und daher für Alleen geeignet. Der Klimawandel macht ihm nicht aus. Im Herbst einzigartig goldgelb bis Feuerrot. Seine Früchte im Winter als kleine Sterne hängend als sei es schon Advent. Der Wollapfel hat ebenfalls eine weite Herkunft. Honshü, Kyushu und Shikoku. Drei japanische Inseln. Entdeckt durch den deutsch russischen Botaniker Karl Johann Maximowicz. Getreu der Botanik wurde ein Merkmal beschrieben. Die feine Wolle um die Blüte herum. Botanisch ein Apfel mit unendlich vielen kleinen leicht wolligen essbaren Äpfeln. Roh und gekocht zu verwenden. In ihrer Heimat ein wichtiges Element der saftigen Speisen. Zur Viehnahrung geeignet und für Vögel leicht zu verzehren. Die rosarote Blüte ist kurz aber erfolgreich, da daraus rasch nur durch den Wind Früchte entstehen. Der Geschmack ist herb, zitronig und bleibt lange im Mund verhaften. Naschen sei daher mit Vorsicht zu genießen.

Und darunter zu guter letzt. Eine Wildblumenwiese in der Stadt. Weshalb? Weil ihr Gedächtnis in den letzten 30 Minuten ständig die Farben der Container gespeichert hat, die sich nun in der Wildwiese wiederfinden. So bleiben die Erzählungen verhaften wie ein Film. Sie können daher nochmals zurückgehen. Auf eine kleine Weltreise des KleinenKlimaWaldes Dinslaken.

Wer ganz genau hinschaut findet in den einzelnen Mulden sogar kleine Hinweise auf die Verwendung der Pflanzen:

Was wird aus dem Holz gemacht? Ist auch etwas Essbares dabei? Haben neben unseren tierischen Freunden auch wir etwas von den schönen Blüten?

Weitere Projekte im Überblick

Es werden verschiedene Projekte an den KleinenKlimaWald angedockt, um zum einen ein ganzheitliches Erlebnis der Natur auch in die Innenstadt zu übertragen und zum anderen um der Innenstadt in der aktuellen Zeit auf eine andere Art und Weise Leben einzuhauchen. Bleiben Sie gespannt, weitere Informationen folgen.

Konzert von VC 2019

Achso Dinslaken - Vorgartenwettbewerb

Achso e.V. sucht den lautesten Vorgarten Dinslakens. Bewerbt Euch jetzt mit Eurem insektenfreundlichen Vorgarten.

Konzert von VC 2019

Actionbound

Die Nachhaltige Entwicklung Dinslaken hat einen Actionbound zum Thema Klimaschutz angelehnt an unseren KleinenKlimaWald erstellt. Schaut vorbei und testet ihn!

Konzert von VC 2019

Bienenfreundlichen Gärten

Mellifera e.V. sowie die nua bieten auf Ihren Websites einige Tipps zu bienenfreundlichen Gärten. Klicken Sie dazu einfach auf die Namen der Einrichtungen. 

Ansprechpartner

Chiara Hübbers
Citymanagement / Stadtmarketing

02064 66-380

chiara.huebbers@dinslaken.de

Stadt Dinslaken, Rathaus, Zimmer 101, Platz d'Agen 1, 46535 Dinslaken

Antje Vancraeyenest
Stellvertretende Leitung Citymanagement / Stadtmarketing

02064 66-395

antje.vancraeyenest@dinslaken.de

Stadt Dinslaken, Rathaus, Zimmer 104, Platz d` Agen 1, 46535 Dinslaken

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